Dachow

(Dachów)
 Titelbild

Aktuelles Kreis Crossen/Oder
mit den drei Städten Crossen Bobersberg Sommerfeld
    - - - - - - - - - - - Dörfer Heimatstube Heimatblatt Literatur Fam-Forschung Kontakt Impressum



Dachow Dachow liegt 6 km südlich Bobersberg.

Von Bobersberg fährt man auf der Chaussee in Richtung Sommerfeld. Nach 1 ½ km biegt man nach links von der Sommerfelder Chaussee ab.
    Nach der Durchfahrt von Berloge führt die Straße parallel am Werkkanal entlang, der kurz vor Dachow überquert wird.
Dachow

Nahe am Ostrand des Dorfes Dachow entlang verläuft seit den 1930er Jahren von Süden nach Norden der Zuflußkanal des Boberkraftwerks. Dachow liegt zwischen dem Bober im Osten und einem bewaldeten Höhenzug im Westen. Dachow hatte bei der letzten Volkszählung im Jahre 1939     262 Einwohner   und gehörte zum Amtsbezirk Kunow.

Doppl.Klick für Großformat
  Achtung!
Dachow war sicher auch ein stilles Dorf. Ansichtskarten von Dachow sind uns unbekannt.
Kann es sein, dass überhaupt keine Ansichtskarten von Dachow existieren?
Wir konnten bisher auch keine schriftlichen Ausarbeitungen (Ortspläne, Einwohnerverzeichnisse usw.) finden.
Deshalb haben wir eine große Bitte an die Besucher dieser Web-Seite: Sollte jemand in Besitz von irgendwelchen Dokumenten von Dachow sein, so lassen Sie uns das zukommen.
Bitte, horchen Sie sich um!      Melden Sie sich im Ja-Falle bei uns!



  • zur Geschichte des Ortes

Leider ist die Vergangenheit von Dachow geschichtslos, d.h. über den Ursprung des Dorfes Dachow liegen keinerlei schriftliche Quellen vor. Dachow scheint als wendische Siedlung entstanden sein.

In der Klassifikation 1718/19 wird Dachow wie folgt erwähnt:

Dachow war im Besitz des Königlichen Amtes Krossen. Der größte Bauer war der Dorfschulze Hans Schultze. Im Dorf gab es zwölf Bauern: den Lehnmann Adam Schneider, Michel Kokot und dessen Sohn, Hans Schneider, Christoph Redlich, Hans Pohlan, Adam Turian, Hans Röbel, Matthias Röbel, Hans Paulick, Hans Pohle, Hans Dornfeld, Michel Zicker.
Simon Eydler und der Kuhhirt waren die beiden Büdner des Ortes, außerdem bewirtschaftete der Schäfer ein kleines Stück Land.
Der Acker war zwar rein, aber schlecht und sandig. Das beste Land befand sich in Dorfnähe. Weide und Viehzucht waren schlecht. Auf einer Bauernhufe konnten zwei Pferde, zwei Ochsen, drei Rinder, zwölf Schafe, drei Schweine und drei Zuchtgänse gehalten werden. Heu und Gras wurde aus Bobersberg gekauft. Mit dem Hamen wurde in den Lachen etwas Fischerei betrieben. Für ½ Scheffel Hafer konnte aus der Königlichen Heide Holz bezogen werden. Im Ort gab es einige Bienenstöcke, und mit Holzfuhren nach Bobersberg konnte ein kleiner Nebenverdienst erzielt werden. lm Ausgedinge lebten ein altes Weib und zwei Hausleute.
Dachow

Im Bratring 1806 wird Dachow wie folgt erwähnt:

Dachow Dachow war im Jahre 1806 ein Bauerndorf. Es hatte 1 Lehnschulze,1 Lehnmann, 9 Bauern, 3 Halbbauern, 3 Halbkossäten und eine Schmiede.
Dachow hatte 1806:
  22 Feuerstellen  146 Einwohner


In der “Topografischen Übersicht des Reg.Bez. Frankfurt/Oder” aus dem Jahre1840 erscheint:
  ♦ Im Jahre 1840 hatte Dachow 42 Wohngebäude und 178 Einwohner.
  ♦ Dachow war nach Jähnsdorf eingepfarrt .

Für das Jahr 1852 werden genannt: Dachow = Dorf mit 251 Einwohner.


  • Das Dachower Luch

Doppl.Klick für Großformat des Meßtischblattes Das Tal des Bober verbreitert sich bei Dachow zum sogenannten Dachower Luch . Dort war früher ein See oder Sumpf - Luschk genannt - der aber später gänzlich entwässert und zu Wiesen umgewandelt wurde. Hier wurde Anfang des 19.Jahrhunderts ein Torfstich angelegt, der viele Jahre lang gestochen und nach Crossen und Bobersberg geliefert wurde.

Das besondere dieser Senke ist, daß hier bei Dachow der Werkkanal zum Boberkraftwerk mit Erde aufgetragen werden mußte, so daß der Wasserspiegel im Kanal ein höheres Niveau hatte als die umliegenden Felder und Wälder. Deshalb gab es bei der Inbetriebnahme des Kanals bei den aufgeschütteten Stücken bald eine Katastrophe.

Im Dachower Luch gab es im Sommer immer viele Blaubeeren. Zur Reifezeit gingen die Frauen Beeren sammeln. Als "Blaubeerköniginnen" waren Frieda Weise und Martha Hahn bekannt. Sie und andere tüchtige Frauen pflückten um die 20 kg am Tag.

Jagd 1 Die Revierförsterei Dachow umfaßte sehr schöne Gebiete mit Fichten und vielen Laubbäumen. Die Försterei am südöstlichen Dorfausgang ist zwar noch vorhanden, aber in schlechtem Zustand.

⇐ Dachow _ Ferdinand Schwenzer mit Sohn

Die Sau ist tot !              ⇒
von links: Adolf Müller(Berloge) Adolf Schulz(Bbg), Wilh.Obst(Bbg), Ferd.Schwenzer(Dachow), Dr.Jacksch(Bbg),

Jagd 2

  Änd 01.01.2017
homeHome ZurückZurück